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Kostenfalle Occasion-Klaviere

Damit aus dem vermeintlichen Schnäppchen kein

Fass ohne Boden...

wird... lohnt es sich zuerst eine kompetente Beratung (Zweitmeinung) einzuholen

Tipps vom FAchmann

Occasion Privatkauf

Ein Klavierkauf ist oftmals eine langwierige und anstrengende Aufgabe. Der Kunde rennt von einem Händler zum Nächsten und spielt verschiedene Klaviere an. Da das Instrument meist im Wohnraum stehen soll und man es mitunter den ganzen Tag im Auge hat, solll es auch noch schön aussehen.
Das Wunschklavier ist oftmals nicht vorhanden. So findet man ein Klavier mit tollem Spielgefühl/Anschlag, aber es ist nicht schwarz, sondern weiss. Und das braune Klavier ums Eck ist viel zu teuer. Das Klavier mit dem tollen Klang hat leider keinen schönen Anschlag.

Also hört der anspruchsvolle Kunde von tutti/ricardo, dem "grössten CH-Klaviermarkt" im Internet!

Die Verlockung ist natürlich sehr gross, bei der riesigen Auswahl von 500 bis 1000 Klavieren per Mausklick ein Schnäppchen zu ergattern. Oftmals ruft der Kunde mit Stolz in der Stimme an und möchte seine neue Errungenschaft von uns stimmen lassen. Das Klavier hat vielleicht CHF 300 gekostet, hinzu kommen noch die Transportkosten, teilweise nicht unerheblich, wenn das Klavier 100km entfernt im 4. Stock steht.
Nun wird aber meist festgestellt, dass die Stimmung nicht mehr hält oder das Instrument feucht stand und eine Reparatur aufgrund der vielen Mängel nicht lohnt. Der Kunde ist enttäuscht und verärgert, natürlich auch gegenüber uns, dabei haben wir nur den Zustand festgestellt !

Tutti hat sich in den letzten Jahren zur Entsorgungsplattform für Klaviere und Flügel gemausert.

Alles was in der Nachbarschaft und Verwandtschaft nicht vermittelbar ist, wird dort "entsorgt". Kein Wunder, der Sperrmüll darf diese sperrigen und schweren Objekte nicht mitnehmen.

Wenn mal ein gutes Klavier bei tutti oder ricardo angeboten wird, schnappt sich dies ohnehin einer der unzähligen Händler.


Wenn man einige Grundregeln beachtet, kann so etwas seltener geschehen:

Regel 1: Kaufen Sie keine Klaviere von englischen Herstellern

Diese sind zwar sehr schön als Möbel gearbeitet, technisch jedoch einem deutschen Klavier 50-60 Jahre hinterher. Sie bieten leider nur geringe Klangqualität und viele Nebengeräusche. Klaviere mit der Bezeichnung Lindner, Shannon oder Ireland aus den 60/70er Jahren sind Instrumente, die man getrost entsorgen kann. Ausnahme: bis vor wenigen Jahren produzierte Yamaha in England bei Kemble sehr gute Klaviere für den europäischen Markt.

Regel 2: Wiener Flügel sind nichts für Anfänger

Wiener Flügel sind ebenfalls sehr schön gearbeitet, oftmals sehr verziert und mit Wurzelholz furniert. Die Instrumente haben meist noch belederte Hammerköpfe und entsprechen nicht der Klangvorstellung, die ein Kunde von einem modernen Flügel hat. Durch die einfache "Wiener Mechanik" ist auch der Anschlag und das Spielverhalten nicht mit heutigen Flügeln mit "Englischer Mechanik" zu vergleichen.

Regel 3: So genannte Oberdämpfer sollte man mit Vorsicht geniessen

Diese Klaviere stammen aus der Zeit um die Jahrhundertwende und sind oftmals auch sehr schön in Wurzelholz gefertigt und mit aufwändig geschnitzten Verzierungen versehen. Die Dämpfer sitzen oberhalb des Hammerkopfes, nicht wie heute unterhalb. Daher die Bezeichnung. Oberdämpfer haben im Allgemeinen konstruktionsbedingt eine nur sehr mässig funktionierende Dämpfung und sind anfälliger. Der Klang hallt lange nach und verschwimmt. Viele Lehrer unterrichten auf solchen Instrumenten erst gar nicht.

Regel 4: Hände weg von russischen Klavieren

Diese sind meist nicht stimmbar und regulierbar, da mit einfachsten Mitteln und Unwissen produziert. Leider sieht man das als Laie nicht. Die Klaviere tragen, zumindest seit ca. 20 Jahren, gut klingende deutsche Namen wie "Becker" oder "Wagner".

Regel 5: Chinesische Klaviere haben keinen Marktwert

Die Herkunft wird gerne verwaschen oder der Händler klebt gar seinen eigenen oder einen erfundenen Namen drauf. Auch diese Instrumente kann man als Laie nicht erkennen. So werden Sie doch alle mit wohlklingenden deutschen Namen versehen, wie z.B. "Bernstein" oder "Klingmann". Auch ist mittlerweile die Verarbeitung augenscheinlich ganz zufriedenstellend. Leider trocknen diese Klaviere zu Hause beim Kunden noch nach und verändern sich im Laufe der Monate deutlich. Täglich zirpt und vibriert es woanders. Das Pedalknarzen ist meist nur mit grossem Aufwand oder gar nicht zu beseitigen. Wenn auch diese Klaviere schön aussehen, so ist die Qualität eben doch nicht auf europäischem Standard. Man kann jedoch noch unterscheiden zwischen der Preisklasse um CHF 2500.-- und um CHF 3500.-- In der günstigeren Preisklasse werden nur einheimische Materialien verwendet. Bei den "besseren" Chinesen wird auch mit hochwertigen deutschen Bauteilen geworben. Diese sind jedoch nur so präzise wie der Klavierbauer, der sie zusammenbaut. Das Ergebnis ist nicht mit dem eines hochwertigen Markenklavieres zu vergleichen.

Regel 6: Indonesien ist gut für den Einstieg

Yamaha und Kawai produzieren seit etlichen Jahren in Indonesien. Diese Instrumente sind weitaus besser als die der chinesischen Mitbewerber. Indonesische Klaviere sind gute Einsteigerklaviere und verderben nicht den Spass am Klavierspiel. Ebendies gilt auch für koreanische Instrumente.

Regel 7: Japanische Instrumente bestechen durch auffallend gute Verarbeitung

Diese Instrumente sind sehr robust und absolut zu empfehlen. Man kann sie sicher mit den deutschen (und früher noch schweizer) Instrumenten vergleichen. Sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Allerdings ist der Klangcharakter meist etwas "härter" als bei deutschen Instrumenten.
Gebrauchte Yamaha und Kawai werden über organisierte Importeure in grossem Stil angeboten. Es handelt sich dabei meist um Ankäufe aus japanischen Musikschulen. Diese Klaviere werden maschinell poliert und sehen wieder klasse aus. Das Innenleben jedoch ist oft recht heruntergespielt. Obwohl diese Instrumente komplett aufgeabeitet sind, währt der Spass nur kurz, diese Instrumente haben fast ausnahmslos Nebengeräusche im Sockelbereich und bei den Scharnieren.


Ein gutes Klavier muss im Schnitt alle 15 Jahre überholt werden (wie eine grosse Inspektion beim Pkw). Je älter oder einfacher das Klavier ist, um so mehr muss investiert werden. Bis ein Klavier verkauft wird, steht es oft ungenutzt und vernachlässigt. Das heisst, es wurde schon jahre nicht mehr gestimmt. Mit einmal Stimmen ist es dann nicht getan. Im Mittel muss man dreimal stimmen, bis die Saiten sich wieder an die Zugkraft gewöhnt haben.



Rechnung (Mittelwerte):

Klavier 70er Jahre bei tutti: CHF 300.-- Transport CHF 450.-- Überholung Mechanik CHF 1200.-- - Hammerköpfe abschleifen, Achsen tauschen, regulieren 3x Stimmungen à CHF 240.-- CHF 720.-- Gesamtaufwand Summe CHF 2'670.--

Im Fachgeschäft hätten Sie für ein solches Klavier zwischen CHF 2'500.-- und CHF 3'500.-- bezahlt. Und das mit 5 Jahren Garantie!

Und abschliessend - speziell für den Schulbeginn - kann man sagen: Mit unserem flexiblen und nachhaltigen Miet-System "EcoKeyRent" können Sie ohne Risiko ein Klavier (oder Digitalpiano) zuerst mieten und später entscheiden, ob und welches Instrument Sie kaufen möchten.

Gerne können Sie einen Beratungs-Termin im Showroom buchen und wir zeigen Ihnen die unterschiedlichen Optionen auf.
Wir freuen uns, Sie auf dem Weg zu dem für Ihre Bedürfnisse passenden Tasteninstrument zu begleiten.